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Leise Kämpfer – VÖ 14.12.2018

Release Date: December 14, 2018
Available now on:

Leise Kämpfer – Das neue Album von Dennis Durant

Ich glaube, ich habe meinen Platz gefunden.

Dennis Durant schlüpfte einst in die Rolle des extrovertierten Frank N. Furter in der Rocky Horror Show, mimte den bösen Löwen Scar im Musical „Der König der Löwen“ und zeigte ganz gerne mal seine laute, funkige Seite. Aber genauso gut fand er sich in den eher blauen Stunden zurecht, brillierte in den letzten Jahren vor allem als klassischer Soulsänger. Zu seinem dreißigjährigen Bühnenjubiläum veröffentlicht der zweisprachig aufgewachsene Hamburger Künstler im Winter 2018 mit seinem sechsten Studioalbum „Leise Kämpfer“ nun erstmalig Musik mit eigenen deutschen Texten auf DWEDA Records.

Dazu passt es auch, dass er jetzt sein neues Album „Leise Kämpfer“ genannt hat. Das Lied, das dem Album seinen Namen gab, verdankt Durant seiner Frau, die sich für geflüchtete Kinder einsetzt, und ihn in der Hochzeit der Zuwanderung in die Hamburger Messehallen mitnahm, wo ein großes Spendenlager eingerichtet wurde. Das Engagement dieser Menschen beeindruckte ihn so sehr, dass er allen, die sich weltweit für Menschen in Not einsetzen, ein Lied widmete: „Ihr seid die, die hinsehen, nicht hadern und nicht schnacken.

Das bevorstehende Jubiläum und die damit verbundene Rückschau auf seine Karriere, brachte ihn auf die Idee, es nach fünf englischsprachigen Alben einmal mit der eigenen Muttersprache zu versuchen. „Als ich mich entschied, ein Lied über mein Heimatdorf Ellhofen zu schreiben, war es klar, dass ich auf Deutsch singen würde„, sagt Durant: „Ich merkte, dass ich im Deutschen die Dinge, die mich bewegen, besser auf den Punkt bringen kann. Ich kann hier auf mehreren Ebenen schreiben, was Platz für Humor und Hintersinniges lässt. Aus meiner Sicht hat die eigene Sprache eine größere Tiefe, und ich kann beim Texten und Singen mehr mit den Worten spielen.“ Der Ellhofener Musikverein mit seinem 60 Personen starken Orchester ließ sich dann auch nicht lange bitten, das Lied einzuspielen.

Überhaupt ist das Album hörbar eine Herzenssache geworden. Produzent Tim Spohn, der auch als Arrangeur und Gitarrist agiert, hat Durants Melodien wohltuend reduzierte Arrangements kredenzt, bei denen kein Ton zu viel wirkt, und man sich über die Transparenz der filigranen Akustikgitarren, die auf dem Album dominieren, freuen kann. Durant seinerseits ist stolz, dass er das Hamburger Kaiser Quartett für sein Album gewinnen könnte, das Stücken wie „Am Meer“ oder „Mein St. Pauli“, mit dem Streicherarrangement von Ingmar Süberkrüb, eine wärmende Atmosphäre verleiht.

Als Durant sich am Ende des Albums dann noch an eine Interpretation eines der ganz großen deutschen Lieder wagt, „Über den Wolken“ von Reinhard Mey, merkt man wie wohl sich der Singer-Soulwriter in seinem neuen Genre fühlt, wie er sich seinen Zuhörern öffnet und sie einlädt, seine emotionale Welt mit ihm zu teilen. „Ich glaube, ich habe meinen Platz gefunden„, freut sich Durant. Kein Zweifel.


Der Künstler Dennis Durant

Dennis Rodney Durant wird im Sommer 1970 in Baden-Württemberg als Sohn eines amerikanischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren. Hierzulande stehen seit gut zwei Wochen Simon & Garfunkel mit „El Condor Pasa“ an der Spitze der deutschen Hitparade, in den USA, der Heimat seines Vaters, dominieren Soullegenden wie Diana Ross, die Jackson 5, Stevie Wonder und die Temptations die Billboard Charts. Zwei Jahre nach dem Attentat auf Martin Luther King und dem legendären Woodstock-Festival ist der Funk in den Soul eingezogen.

Bevor er jedoch seinen musikalischen Vorbildern folgt, besucht Durant die Badische Schauspielschule in Karlsruhe, die er nach drei Jahren mit Diplom abschloß. 1988 sammelt Dennis Durant erste Bühnenerfahrungen. Bei Theater- und Musicalengagements in München, Zürich und Hamburg sowie in diversen TV- und Kinorollen stellt er seine Bühnenpräsenz unter Beweis und verbindet seine schauspielerischen und musikalischen Talente – zum Beispiel in der Rolle des Frank’n Furter in der „Rocky Horror Show“ in Köln.

Während seines Engagements beim Musical „Der König der Löwen“, in dem er die Rolle des bösen Löwen Scar spielte, findet er Anfang des Jahrtausends in Hamburg ein neues Zuhause. Er wird auf St. Pauli seßhaft, produziert erstmals seine eigene Musik und macht eine große Plattenfirma auf sein Talent aufmerksam. Die Kompromisse, die er eingehen soll, waren ihm jedoch zu einschneidend, und so gründete er 2005 sein eigenes Label: DWEDA Records. Diese Entscheidung hat er nie bereut, da sie ihm die Freiheit und die Zeit ließ, sich in Ruhe zu entwickeln und ohne Druck an seiner Musik und seinen Texten zu arbeiten.

Nach Experimenten mit Swing und inspiriert von den Songs des Songwriters Jim Croce findet er seinen eigenen Weg zum Singer-Soulwriter.